Folge 86 Innere Ruhe finden,
wenn Du müde und erschöpft bist
Sehnst Du Dich manchmal nach mehr innerer Ruhe? Danach, dass sich alles richtig, gut und stimmig anfühlt?
Wie Du Dich selbst besser verstehen und dem Sehnen nach innerer Ruhe näher kommen kannst, das erfährst Du in der folgenden Audio-Aufnahme.
Klingt das interessant?
Dann wünsche ich Dir inspirierende Momente beim Anhören
Inhalt dieser Folge
- Immer müde? Was Deine Müdigkeit auch bedeuten kann
- Wenn Körper und Sehnen nicht zusammenpassen
- Wann das Gedankenkarussell seine Runden dreht
- Das Gefühl von Müdigkeit wird manchmal falsch verstanden
- Innere Ruhe ist in Bewegung
- Wie Du immer wieder in Deine innere Ruhe finden kannst
Immer müde? Was Deine Müdigkeit auch bedeuten kann
Vielleicht kennst Du diese Momente, in denen Du Dich nach etwas Schönem sehnst, nach etwas Neuem, Abenteuerlichem, Lebendigem und gleichzeitig spürst Du, dass Dein Körper nicht so mitmacht, wie Du es Dir wünschst. Vielleicht fühlt er sich schwer an, vielleicht tut etwas weh, vielleicht bist Du innerlich unruhig oder einfach müde.
Schnell taucht dann der Gedanke auf, dass mit Dir etwas nicht stimmt. Dabei kann Müdigkeit auch etwas anderes bedeuten: Sie kann ein Hinweis Deines Körpers sein, dass er langsamer werden möchte, damit Du Dich selbst wieder besser spüren kannst. Manchmal ist sie wie eine Einladung, Deine Aufmerksamkeit nach innen zu lenken.
Und vielleicht tauchen dann trotzdem diese Gedanken auf:
„Warum bin ich immer müde?“
„Warum bremst mich mein Körper aus?“
„Warum fühle ich mich schon wieder erschöpft?“
Dieses freudevolle Sehnen nach einem Abenteuer und das gleichzeitige Bremsen des Körpers fühlen sich manchmal an, als würden zwei Bewegungen in Dir entstehen, die Dich in unterschiedliche Richtungen ziehen. Es fühlt sich an wie ein innerer Zwiespalt. Kein großer Konflikt, eher eine Uneinigkeit, die Dich einlädt, genauer hin zu spüren.
Wenn Körper und Sehnen nicht zusammenpassen
Vielleicht warst Du in solchen Momenten sogar enttäuscht, weil das, worauf Du Dich gefreut hast, wieder ein Stück von Dir weggerückt ist. Wenn es so war, gibt es etwas Wichtiges zu erkennen: Dein Körper ist nicht gegen Dich. Er möchte Dir etwas sagen.
Ohne Deinen Körper könntest Du nichts fühlen. Er ist der Teil von Dir, der Weite, Freiheit, Lebendigkeit, Abenteuerlust, aber auch Müdigkeit, Schwere oder Unruhe fühlbar macht. Er ist so etwas wie Dein innerer Fühlomat.
Und wenn er sich schwer anfühlt, bedeutet das nicht automatisch ein „nein“. Es bedeutet oft:
„Bitte nimm mich wahr.“
So wie ein Baby in den ersten Lebenstagen nur über Weinen oder ruhig sein kommuniziert, so kommuniziert Dein Körper über Empfindungen.
Vielleicht kennst Du Situationen wie diese: Du dachtest vor dem Spaziergang „Ich brauche keine Jacke.“, und dann war Dir kalt. Oder Du hast trotz Kopfschmerzen weitergearbeitet, und der Schmerz wurde intensiver. Deshalb, weil Dein Körper Dir zeigt, was er braucht.
Und genau an dieser Stelle setzt oft das ein, was viele gut kennen.
Wenn das Gedankenkarussell seine Runden dreht
Vielleicht hast Du schon erlebt, dass genau dann die Gedanken schneller werden, wenn Du Deine Aufmerksamkeit darauf richtest. Dann tauchen Gedanken auf, wie: „Mit mir stimmt doch irgendetwas nicht.“, „Ich müsste doch eigentlich fit sein.“ oder „Warum kriege ich das nicht so hin wie andere?“
Und vielleicht spürst Du, wie Du durch die Gedanken unruhig, enttäuscht oder ärgerlich wirst.
Diese Unruhe entsteht nicht, weil Dein Körper Dich im Stich lässt. Sie entsteht, weil Deine Aufmerksamkeit nach oben wandert, in Deinen Kopf. Und wenn Du Deinen Fokus auf Deine Gedanken richtest, dann kannst Du nicht mehr fühlen. Du kannst nicht gleichzeitig denken und fühlen.
Innere Ruhe ist kein Gedanke. Sie ist ein Gefühl. Ein feines Gefühl, das nur spürbar wird, wenn Du Deinen Fokus auf das Fühlen richtest.
Nehmen wir als Beispiel noch mal die Müdigkeit. Weißt Du, dass es nicht immer sein muss, dass Du müde bist, wenn Du Müdigkeit fühlst?
Das Gefühl von Müdigkeit wird manchmal falsch verstanden
Weißt Du, wie ähnlich sich Müdigkeit und Frieden im Körper anfühlen? Beide Empfindungen lassen die Schultern sinken, verlangsamen bzw. vertiefen den Atem und machen Dich auf Dich aufmerksam. Ob wir Müdigkeit oder Frieden spüren, liegt an unserer inneren Ausrichtung.
Wenn Du nicht weißt, dass sich Müdigkeit und Frieden körperlich nahezu gleich anfühlen können, interpretierst Du Frieden vielleicht automatisch als Müdigkeit. So wie der Moment, wenn Du die Haustür schließt, die Tasche abstellst und innerlich sagst: „Endlich Zuhause.“ Fühlst Du in dem Moment Müdigkeit oder Frieden? Oder vielleicht auch Frieden damit, dass Du müde bist?
Dieses neue Verständnis für Frieden ist nicht das Einzige, von dem ich Dir schreibe. Es gibt noch etwas: Viele denken, dass innere Ruhe, die sich ähnliche anfühlt wie Frieden, ein stiller Ort in uns ist.
Innere Ruhe ist kein stiller Ort
Sie ist kein Zustand, den Du einmal erreichst und dann ist er für immer da. Innere Ruhe ist lebendig, so wie der Atem, der kommt und geht.
Wir haben Phasen, in denen wir aktiv sind, denken, planen, tun. Und wir haben Zeiten, in denen wir langsamer werden, Kraft bündeln und wieder näher zu uns finden.
Innere Ruhe bedeutet nicht, immer still oder gelassen zu sein. Sie bedeutet, in Dir verankert zu sein. Verankert bist Du, wenn Du wahrnimmst, was Du fühlst. Wenn Du spürst, was Du brauchst. Wenn Du bei Dir bleibst, selbst wenn das Leben um Dich herum trubelig wird.
Spürst Du es, innere Ruhe ist kein stiller Ort, es ist ein Gefühl. Das Gefühl von Zuhause in Dir. Wie Du Dich mit dem Gefühl von Zuhause in Dir verbinden kannst, das beschreibe ich Dir.
Wie Du immer wieder in Deine innere Ruhe finden kannst
Oft beginnt es mit etwas ganz Kleinem. Etwas, das Du jederzeit tun kannst. Ein bewusster Atemzug. Den Boden unter Deinen Füßen spüren. Eine Hand auf Deinen Bauch oder Dein Herz legen.
Oder kurze Momente wie: am Fenster stehen bleiben und fühlen, wenn Du draußen bist, in den Himmel schauen oder beim Händewaschen wahrnehmen, wie sich das Wasser anfühlt.
In diesen alltäglichen Augenblicken richtest Du Deine Aufmerksamkeit auf Dich. Du nimmst die Empfindungen Deines Körpers wahr. Vorausgesetzt, Du fühlst wirklich und verlierst Dich nicht in Gedanken.
Spürst Du, dass Du innere Ruhe dann fühlen kannst, wenn Du Deine Aufmerksamkeit auf Dich bzw. auf Deinen Körper richtest? Wenn sich Deine Aufmerksamkeit mit Deinem Körper verbindet, ist es vergleichbar mit zwei Flüssen, die ineinander fließen.
Bist Du während des Lesens etwas ruhiger geworden? Das ist das Zeichen dafür, dass Du in Verbindung mit Dir selbst bist. So entsteht Frieden.
Die folgenden Affirmationen können Dich zurück zu Dir führen
- Ich vertraue darauf, dass mein Körper mich nicht ausbremst, sondern zu mir spricht.
- Ich erlaube mir, inneren Frieden zu spüren.
- Jeder Atemzug bringt mich näher zu mir.
- Ich finde zurück in meine Ruhe – immer wieder.
Bevor wir gleich auseinandergehen, schreibe ich Dir noch mal die Essenz dieser Folge:
Noch mal auf den Punkt gebracht
Manchmal zeigt Dir Müdigkeit, dass etwas in Dir zur Ruhe kommen und wahrgenommen werden möchte. Wenn Körper und Sehnen sich unterschiedlich anfühlen, kann das ein Hinweis darauf sein, Deine Aufmerksamkeit nach innen zu richten.
Innere Ruhe entsteht nicht im Denken, sondern im Fühlen. Vielleicht ist die Müdigkeit, die Du spürst, ein Moment von Frieden, der sich bemerkbar macht. Und vielleicht ist es gar nicht so wichtig, beides ganz genau zu unterscheiden. Entscheidend ist, dass Du innehältst, Deinen Körper wahrnimmst und liebevoll mit Dir bist, ganz gleich ob Du das, was Du fühlst, Müdigkeit oder Frieden nennst.
Findest Du es auch so interessant, dass sich Müdigkeit und Frieden fast gleich anfühlen? Entspannt sich dadurch etwas in Dir?
Ich wünsche Dir, dass sich die Ruhe und der Frieden in Dir immer weiter ausdehnen. (Natürlich nur, wenn Du das auch möchtest.) Denn dadurch entsteht sogar mehr Frieden in der Welt. Deshalb, weil Du ein wertvoller Teil der Welt bist.
Von Herzen
Deine

P.S.: Vielleicht magst Du Dir auch in Folge 85 „Energie folgt der Aufmerksamkeit – Was das im Alltag wirklich bedeutet“ anhören. Manchmal setzen wir uns selbst unter Druck. Wie Du Veränderungen anders erleben kannst, nämlich auf eine liebevolle Weise, das erkläre ich in dieser Folge.
Möchtest Du mehr Nähe zu Dir selbst spüren?
Dann schenke ich Dir gerne meine sieben magischen Perlen. Es sind kleine Impulse, die Dich in Deinem Alltag, mehr Klarheit, Leichtigkeit und Freude spüren lassen. Gleichzeitig unterstützen sie Dich dabei, mit Deiner Aufmerksamkeit auf eine gute Weise bei Dir zu bleiben. Auch dann, wenn der Wind des Lebens kräftig pustet.
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