Magst Du auch nicht streiten?

Streiten war fĂŒr mich fĂŒr lange Zeit etwas ganz Schlimmes. Am liebsten wĂ€re ich weggelaufen und hĂ€tte mich in einem Mauseloch verkrochen. Streiten war fĂŒr mich vergleichbar mit einem Überlebenskampf. Ich kĂ€mpfte gegen das GefĂŒhl an, unterlegen zu sein.

Doch ich wollte dieses KĂ€mpfen nicht mehr, ich sehnte mich nach etwas anderem. Mein Sehnen war es, auf konstruktive und liebevolle Weise das Streiten bzw. das Vertreten von unterschiedlichen Ansichten, Standpunkten und Meinungen anzugehen.

Deshalb war ich dankbar, dass mich meine Seele einlud, das Thema „Streiten“ zu erforschen. Meine Forschungsergebnisse teile ich gerne mit Dir.

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Wie wirkt streiten auf Dich?

In dieser Podcastfolge erzĂ€hle ich Dir, wie das Wort „streiten“ frĂŒher auf mich wirkte und was ich tat, um mich wohler zu fĂŒhlen, wenn ich das Wort „streiten“ höre.

Meine Seele sensibilisierte mich auch dafĂŒr, wie das Ende eines Streites sein kann. Wie dadurch, dass die Streit-Partner wach und sensibel fĂŒreinander werden, mehr NĂ€he entstanden ist.

Beim konstruktiven Streiten kann sich auch der eigene Blickwinkel verĂ€ndern, wenn die Streitenden offen fĂŒr die Meinung, die Empfindungen und die Überzeugungen des anderen sind.

Hast Du es auch schon erlebt, dass durch das Streiten mehr NĂ€he entstanden ist? Ein Streit muss nicht unbedingt entzweien, er kann zu einem liebevolleren Miteinander beitragen.

Hast Du schon mal den Begriff Streitkultur gehört?

So wie Du Deinen Körper pflegst und dabei gewisse Bedingungen erfĂŒllst, kannst Du auch Bedingungen oder Regeln haben, die Dir fĂŒr das Streiten wichtig sind. Das bezeichne ich als Streitkultur. Dazu gehört es beispielsweise, dass ich meinen GesprĂ€chspartner nicht angreife und ihm nichts unterstelle.

Wenn ich angegriffen werde, dann stoppe ich das GesprÀch und mache deutlich, dass ich erst wieder gesprÀchsbereit bin, wenn der Angriff gestoppt wurde.

Seitdem ich mich an meine Bedingungen beim Streiten halte, ist ein Streit nicht mehr „giftig“. Ein Streit ist GesprĂ€ch, bei dem jeder Beteiligte seine Meinung, seine Empfindungen und seine Überzeugungen Ă€ußert und diese dann wie beim Kochen in einen Topf gibt. Das GesprĂ€ch ist vergleichbar mit dem Garen der Speise, die dann fertig zubereitet ist, wenn ein gemeinsamer Konsens gefunden wurde.

Ein gemeinsamer Konsens muss nicht zwangslÀufig bedeuten, dass alle GesprÀchspartner einer Meinung sind. Der Konsens kann auch aus unterschiedlichen Meinungen bestehen, doch er basiert auf einem achtungs- und respektvollen GesprÀch.

Offenheit ist eine Voraussetzung fĂŒr konstruktives Streiten

Es ist mir sehr schwer gefallen, anzunehmen, dass es Menschen gibt, die sich nicht öffnen können oder wollen. Viele emotionale blaue Flecken habe ich mir zugezogen, bis ich sensibel dafĂŒr war, dass manche Menschen verschlossen sind und sein wollen. Als ich das erkannte, fĂŒhlte ich mich ohnmĂ€chtig. Ich hatte keine Ahnung, wie ich einem verschlossenen Menschen begegnen konnte und wollte, der nur sich selbst und seine Überzeugungen im Blick hat.

Inzwischen verabschiede ich mich aus einem GesprĂ€ch, wenn mein GesprĂ€chspartner nur sich selbst und seine Überzeugungen im Blick hat. Aus meiner Sicht ist es Energieverschwendung, mit jemandem zu sprechen, der nur sich selbst im Blick hat.

Ich brauche meine Energie, um meine WĂŒnsche, TrĂ€ume und Ziele zu verwirklichen und deshalb wĂ€hle ich weise, wohin ich sie fließen lasse.

Nicht streiten zu wollen hat nichts mit Arroganz oder Überheblichkeit zu tun

Genau davor fĂŒrchtete ich mich. Ich wollte weder arrogant noch ĂŒberheblich wirken. Anzunehmen, dass ich keinen Einfluss darauf habe, wie mich ein Mensch wahrnimmt, ist mir anfangs schwer gefallen.

Meine Gewinnformel ist es, in herausfordernden Situationen mir selbst liebevoll, mitfĂŒhlend und verstĂ€ndnisvoll zu begegnen.

Im zweiten Schritt erinnere ich mich an das Gesetz der Resonanz. Daran, dass ich frĂŒher auch mal irgendwann intolerant und ignorant meinen Mitmenschen begegnet sein muss und mir deshalb jemand so begegnet.

Dadurch, dass ich „damals“ weder wusste was ich tat, noch wie mein Verhalten auf andere wirkte, kann ich im MitgefĂŒhl fĂŒr unbewusstes Verhalten sein.

Weißt Du, dass es Menschen gibt, die das Streiten brauchen?

Sie brauchen das GefĂŒhl der Reibung, weil sie dadurch auf ihren GesprĂ€chspartner aufmerksam werden. Sie werden durch das Streiten wach fĂŒr die Situation.

In der Audio-Aufnahme erzĂ€hle ich Dir eine Geschichte, die ich ĂŒber Buddha und einen SchĂŒler gehört habe. Die Geschichte lĂ€sst Dich fĂŒhlen, warum es manchmal gut ist, auch bereit zu sein, zu streiten. Im Idealfall auf eine konstruktive und achtungsvolle Weise.

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Ich wĂŒnsche Dir, dass Du in einem Streit klar und deutlich spĂŒrst, wo Deine Grenzen sind und Du wahrnimmst, wann Du sie vertreten oder ĂŒber sie hinauswachsen möchtest.

Von Herzen

Deine Martina

P. S. Magst Du mir in einem Kommentar schreiben, wie Du die Geschichte von Buddha und seinem SchĂŒler auf Dich gewirkt hat? Du wĂŒrdest mir damit eine Freude machen, denn ich bin gerne mit Dir im Austausch.

Martina Eyth ist Botschafterin der Seelen, sie hilft Dir, und auch anderen großherzigen Frauen und offenherzigen MĂ€nnern ​dabei, Dein Leben zu lieben und Liebe zu leben.

Martina Eyth

Wer spricht hier zu Dir?

Alle anderen waren wichtiger als ich selbst. So ging ich durch mein Leben. Viele Jahre lang. Ich tat alles fĂŒr andere, war stets fĂŒr sie da, erfĂŒllte ihnen WĂŒnsche, bevor sie sie Ă€ußerten und verausgabte mich. Kurz gesagt: Ich nahm alle anderen wahr, nur mich nicht.

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Noch heute erinnere ich mich an meinen Wendepunkt. Meinen 30. Geburtstag. An den Moment, in dem mich die „Heilige Wut“ packte, und ich klar und deutlich spĂŒrte, dass mein BedĂŒrfnis nach Liebe, Lob und Anerkennung so groß war, dass ich bestens fĂŒr andere sorgte, nur nicht fĂŒr mich. Damit sollte Schluss sein!

Schließlich bin ich der Mensch, mit dem ich mein ganzes Leben beisammen bin! Mehr und mehr wurde mir bewusst, dass ich dafĂŒr sorgen muss, dass ich mich wohl fĂŒhle. Denn niemand weiß, was ich brauche, um glĂŒcklich und erfĂŒllt zu leben. Kein anderer kann mir geben, wonach ich mich sehne, wenn ich es nicht benenne.

Also schnĂŒrte ich auf emotionaler Ebene mein „BĂŒndel“ fĂŒr meine Wanderschaft. Ich machte mich auf den Weg zu mir. Inzwischen bin ich angekommen. Ich lebe ein Leben, das schöner ist als das, was ich mir ertrĂ€umt habe.

Ich habe mich gefunden
 und meine Bestimmung. Mit ganz viel Freude im Herzen strahle ich Dich an und „sage“ Dir: Ich bin Martina Eyth und mit großer Begeisterung helfe ich Dir dabei, im Einklang mit Deiner Seele zu leben, damit Du Dir das Leben erschaffen kannst, nach dem Du Dich sehnst ♄

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  • Liebste Martina, ich konnte nicht ins Bett, ohne mir, nachdem ich Dir schon eine Mail schickte, diesen Podcast anzuhören. 🙏 🙏 🙏
    so herzlich, wie Du das rĂŒberbringst. War beim Anhören teilweise zutiefst berĂŒhrt.
    Das möchte ich noch umsetzen können, wenn ich in Situationen komme, wo ich dieses GefĂŒhl von Stress und Herzklopfen bekomme, weil jemand mich kritisiert, wobei ich 💯 weiß, zumindest fĂŒr mich 😉 daß es so ist, wie ich das entscheide. Es entstehen Diskussionen die mir nicht gut tun. Und meine Reaktionen, sind dann alles andere als freundlich 😰 das will ich nichtâŁïž Ich werde das ausprobieren, wenn ich wieder in eine solch Situation komme, 1. Linie liebevoll mit mir selbst. AusrichtenâŁïž Und werde Deinen Satz sagen “die Seele ist immer im Wachstum đŸ€©đŸŒ· je nachdem, laut oder nur in Gedanken 😀
    MitgefĂŒhl statt Mitleid, war und ist immer noch ein Spruch von mir, wenn jemand von MitLeid spricht.
    Danke fĂŒr Dein SeinđŸ€—đŸ€—đŸ€—
    Deine Monika Skakira

    • Martina Eyth sagt:

      Ich winke Dir fröhlich zu, liebe Monika Shakira 🙂

      Wie schön, dass Du Dich mit meinen Worte wohl fĂŒhlst.

      Du beschreibst eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen in StreitgesprĂ€chen, das Einsteigen in die Endlosdiskussion. Heidewitzka war es schwer, mich zurĂŒckzuhalten. Erst seitdem es mir nicht mehr wichtig ist, Recht zu haben, gelingt es mir, zu widerstehen. Jetzt sehe ich vor meinem inneren Auge gerade ein wildes Pferd, das gezĂ€hmt wird. Das Bild passt sehr gut, denn ich zĂ€hme mich selbst, damit ich weise handeln kann und mein Ego keine Chance hat, mich zu verfĂŒhren.

      Danke fĂŒr Dich, liebe MOnika Shakira ♄

      Von Herzen

      Deine Martina