Portrait von Martina Eyth mit Hinweis auf ihren Podcast „Die Magie der Seele“ und den Blog „Der Zauber des Lebens“

Selbstsicherheit trotz Unsicherheit, ist das möglich?

Selbstsicherheit ist auch dann möglich, wenn Unsicherheit da ist. Sie entsteht nicht durch das Verschwinden von Zweifeln, Ängsten oder Befürchtungen, sondern durch einen liebevollen Umgang damit.

In diesem Beitrag erkläre ich, warum Unsicherheit viel mit früheren Erfahrungen, Erwartungen anderer und mit inneren Schutzmechanismen zu tun hat.

Klingt das interessant für Dich?

Dann wünsche ich Dir inspirierende Momente beim Lesen und Anhören. 

Martina Eyth, Blog Der Zauber des Lebens

Selbstsicherheit trotz Unsicherheit, ist das möglich?


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Viele Menschen sehnen sich nach Selbstsicherheit 

Nach diesem inneren Gefühl von Standhaftigkeit und auch Unumstößlichkeit. Nach dem Empfinden: „Ich bin stabil, komme was wolle.“

Doch im Leben kommt es manchmal anders, als wir es uns wünschen. Für mich ist Unsicherheit eine Einladung vom Leben, noch sicherer zu werden. Natürlich rufe ich nicht „Juhuu“, wenn der Boden unter meinen Füßen schwankt oder wenn ich vor einer Entscheidung stehe und nicht weiß, wohin sie mich führt.

Doch eines habe ich im Laufe der Jahre verinnerlicht: Das Leben ist nicht gegen mich. Es ist für mich und lädt mich immer wieder ein, über mich selbst hinauszuwachsen. Mit jeder Entscheidung, die ich treffe, werde ich sicherer. Jede Situation, in der ich mich zuerst überfordert fühlte und die ich dann trotzdem gemeistert habe, hat mich stabiler werden lassen.

Selbstsicherheit - Das Wichtigste in Kürze

Selbstsicherheit und Unsicherheit können gleichzeitig da sein. Unsicherheit entsteht oft durch frühere Erfahrungen, durch Erwartungen anderer oder in Begegnungen mit dominanten Menschen. Sie lädt Dich ein, gut auf Dich aufzupassen und für Dich zu sorgen.

Selbstsicherheit wächst, wenn Du in Momenten der Unsicherheit freundlich mit Dir bist und Dir mit jedem Schritt, auch wenn er wackelig ist, ein bisschen mehr vertraust.

Vielleicht kennst Du diese Momente

Du sitzt in einer Runde, jemand stellt eine Frage, und Du spürst, dass Du etwas sagen möchtest. Doch in Dir wird es still. Dein Herz schlägt schneller. Ein Gedanke taucht auf: „Was, wenn das, was ich sagen möchte, nicht passt?“

Und noch bevor Du Dich entschieden hast, etwas zu sagen, spricht ein anderer. Vielleicht sagt er sogar das, was Du sagen wolltest, und erntet dafür bewundernde Blicke und wertschätzende Kommentare.

Nehmen wir noch ein Beispiel: Du möchtest jemanden anrufen, um etwas zu klären. Du nimmst das Handy in die Hand, zögerst, ob es wirklich richtig ist, das Thema anzusprechen, und legst Dein Handy dann doch wieder weg. Vielleicht, weil Du es so gerne richtig machen möchtest und unsicher bist, ob Deine Worte passen.

Kennst Du solche Momente?

Selbstsicherheit und Unsicherheit, sind das wirklich Gegensätze?

Selbstsicherheit und Unsicherheit schließen sich nicht aus. Unsicherheit ist oft ein Schutzmechanismus, Selbstsicherheit der liebevolle Umgang damit.

Selbstsicherheit wird oft als etwas verstanden, das man haben muss. Als innere Stärke, als Souveränität, als das sichere Auftreten nach außen. Unsicherheit hingegen gilt schnell als Mangel. Als etwas, das nicht gut ist und weg muss.

Hast Du auch schon mal die unperfekte Stelle eines Weihnachtsbaumes so hingedreht, dass sie nicht sichtbar war? Vielleicht machen wir es mit unserer Unsicherheit ganz ähnlich und zeigen lieber nur unsere „schöne Seite“. Doch wenn wir tiefer schauen, zeigt sich häufig, dass Unsicherheit nicht grundlos entsteht. Sie bildet sich durch Erfahrungen.

Hast Du Lust, tiefer zu schauen und die Unsicherheit aus einer mitfühlenden Sicht zu betrachten?

Unsicherheit kann eine Erinnerung des Körpers sein

Viele Unsicherheiten haben ihre Wurzeln nicht im Hier und Jetzt, sondern in früheren Momenten. Beispielsweise in Zeiten, in denen etwas zu viel war. Aus Situationen, in denen wir nicht wussten, was oder wie wir etwas tun sollten. Auch aus Situationen, in denen von uns erwartet wurde, etwas zu können, was uns nie erklärt wurde.

Unser Körper speichert solche Erlebnisse nicht als Erinnerung im Kopf, sondern als Gefühl. Beispielsweise als innere Spannung, als Ängstlichkeit oder auch als inneres Zurückweichen. Spürst Du, dass in solchen Momenten Unsicherheit nicht aus einer Schwäche heraus entsteht, sondern als Schutz?

Als ein inneres Zurückziehen, wenn etwas zu viel ist. Wir ziehen uns zurück, um nicht wieder überfordert zu werden. Auch peinliche Momente wollen wir vermeiden. Genauso wie die Empfindung, alleine dazustehen. Gleichzeitig wirkt Unsicherheit nicht nur aus dem heraus, was wir selbst erlebt haben. Oft kommt noch etwas von außen hinzu.

Wenn Erwartungen anderer Unsicherheit nähren

Ein weiterer Ursprung von Unsicherheit sind die Erwartungen anderer. Das gilt für ausgesprochene Erwartungen genauso wie unausgesprochene.

Wenn wir immer wieder hören:
„Das solltest Du wirklich können.“
„Das kann man doch wohl erwarten.“
„So schwer ist das nicht.“

Diese Sätze in einer bestimmten Lautstärke zu hören, wirkt einschüchternd.

Ich gebe Dir ein Beispiel. Vielleicht hast Du so etwas oder Ähnliches ja auch schon mal erlebt: Jemand steht hinter Dir, während Du etwas erklärst oder erledigst. Er sagt nichts Böses. Er schaut Dir nur schweigend über die Schulter. Kommentiert mit einem knappen „Aha“. Oder korrigiert Dich sofort.

Wie geht es Dir in so einer Situation? Wirst Du schneller? Vielleicht nervös? Kann es sein, dass Du Dich verhaspelst? Nicht, weil Du es nicht kannst, sondern weil Du Dich beobachtet und bewertet fühlst.

So geht es vielen von uns. Wenn wir uns eingeschüchtert fühlen, nehmen wir uns oft zurück, werden leiser oder glauben sogar dann, etwas falsch zu machen, wenn wir gar nichts falsch gemacht haben. Das verunsichert.

Das, was schmerzt, ist das Gefühl, abgewertet zu werden 

Durch solche Abwertungen kann das Gefühl entstehen, ein Mängelexemplar zu sein. Nicht ganz richtig. Nicht in Ordnung. Und was ist häufig das Resultat? Wir beginnen, uns an anderen, deren Meinungen und Maßstäben zu orientieren.

Hast Du auch schon mal gedacht, dass andere besser wissen, was richtig ist? Wenn wir das glauben, dann verlieren wir uns selbst aus dem Blick und können uns mit der Zeit nicht mehr wahrnehmen. Dann entsteht Unsicherheit nicht aus Unvermögen, sondern aus Anpassung. Manchmal kommt zu dieser unbewussten Anpassung noch etwas hinzu. Die Art bzw. die Überzeugungskraft, mit der andere uns begegnen.

Wie Dominanz Unsicherheit auslösen kann

Manche Unsicherheit entsteht auch im Kontakt mit Menschen, die dominant wirken. Dominanz kann sich durch Überheblichkeit, Ungeduld, Abwertung oder auch Machtausübung zeigen.

Viele reagieren darauf nicht mit Widerstand, sondern mit Rückzug. Sehr oft deshalb, weil sie spüren, dass der dominante Mensch sie nicht wahrnimmt, ihnen vielleicht die Worte im Mund umdreht und sich meistens wenig für sie und ihre Empfindungen interessiert.

Wenn Unsicherheit auf Erfahrungen durch Dominanz basiert, dann kann der Rückzug erst mal ein Schutz sein. So, wie sich ein verletztes Tier ins Dickicht zurückzieht, ziehen wir Menschen uns auch zurück, wenn wir verletzt sind.

Ist Rückzug ein Zeichen von Schwäche?

Rückzug ist selten ein Zeichen von Schwäche. Meist ist es ein Sehnen nach Schutz, der nur dann destruktiv wirkt, wenn er zur Gewohnheit wird.

Im ersten Moment kann es sich erleichternd anfühlen, sich zurückzuziehen. Stell Dir vor, Du bekommst eine Nachricht. Der Ton ist kurz. Hart. Fast wie ein Befehl. Ohne Gruß.

Wie geht es Dir in so einer Situation? Spürst Du Unsicherheit? Trotz? Schiebst Du die Nachricht innerlich erst mal weg, weil Du nicht weißt, wie Du reagieren kannst, willst oder sollst?

Auch das ist Rückzug als Schutz. Rückzug beschützt uns kurzfristig vor weiteren Übergriffen, vor erneuter Überforderung, vor dem Gefühl, übersehen, nicht geachtet oder übergangen zu werden. Das Gefühl „Ich brauche jetzt Abstand“ ist vergleichbar mit Notwehr.

Diese Form von Schutz kann zur Belastung werden

Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn es zur Gewohnheit geworden ist, sich zurückzuziehen, sobald sich eine Situation schwer oder überfordernd anfühlt. Dann ist Rückzug möglicherweise keine bewusste Entscheidung, sondern eine Entscheidung aufgrund von früheren Erfahrungen.

Vielleicht ist der Schreck über das dominante Verhalten noch im Energiesystem gespeichert. Und immer dann, wenn jemand klar, laut und vielleicht auch fordernd spricht, reagiert etwas in uns, als wäre die alte Situation wieder da, und wir fühlen uns klein.

Das heißt, was einst geholfen hat, kann später das eigene Leben schwerer machen, weil der alte Schutz bleibt, auch wenn die ursprüngliche Gefahr längst vorbei ist. Du kannst Dir das wie eine Wand vorstellen, hinter die man sich zurückziehen kann. Zuerst bietet sie Sicherheit. Doch mit der Zeit versperrt sie den Weg und wird zur Begrenzung.

Ist Selbstsicherheit trotz Unsicherheit möglich?

Selbstsicherheit zeigt sich nicht darin, nie mehr unsicher zu sein, sondern darin, nicht mehr gegen die Unsicherheit anzukämpfen.

Vielleicht bedeutet Selbstsicherheit, in Frieden mit uns zu sein, wenn wir unsicher sind. Uns nicht zu verurteilen, weil wir zögern oder zweifeln. Milde und freundlich mit uns umzugehen. Uns selbst und unserem Gefühl mehr zu vertrauen als dem, was andere uns sagen oder von uns erwarten.

Sicherheit ist keine Endstation. Momente der Unsicherheit gehören genauso zum Leben wie das Gefühl, auch in der Unsicherheit sicher zu sein.

Selbstsicherheit entsteht, wenn wir uns selbst liebevoll begegnen. Besonders dann, wenn wir unsicher sind.

Mit dem Mut ist es ganz ähnlich. Auch er zeigt sich nicht erst, wenn die Angst verschwunden ist. Mehr dazu liest Du in meinem Beitrag „Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst“.

Selbstsicherheit entsteht im Gehen

Sie entsteht viel öfter in kleinen, zuerst unsicheren Bewegungen. In Momenten, in denen wir uns überwinden, etwas zu tun, auch dann, wenn Zweifel da sind. In Augenblicken, in denen wir uns etwas zutrauen, obwohl wir am liebsten weglaufen würden.

Jeder noch so kleine Schritt ist ein Fort-Schritt. Auch der, der wackelig ist.

Vielleicht hast Du schon mal gesehen, wie ein Kind Laufen lernt. Es steht auf, fällt hin, steht wieder auf. Die Schritte sind unsicher. Manchmal stolpert das Kind und landet auch mit allen Vieren auf dem Boden. Und trotzdem ist jeder einzelne Schritt ein Wunder. Niemand würde dem Kind sagen, dass es sich endlich zusammenreißen soll. Im Gegenteil, wir freuen uns.

Diese Haltung dürfen wir auch uns selbst gegenüber entwickeln

Wir dürfen uns freuen, wenn wir uns überwunden haben und etwas getan haben, was uns anfangs schwerfiel. Auch dann, wenn wir uns getraut haben, etwas anzusprechen. Und ganz besonders dann, wenn wir uns etwas zugetraut haben, das uns Überwindung gekostet hat.

Selbstsicherheit entsteht nicht dadurch, dass wir hart und streng mit uns sind. Sie entsteht dann, wenn wir uns in Momenten der Unsicherheit selbst an die Hand nehmen und uns zur Seite stehen. Wenn wir uns ermutigen, statt uns anzutreiben, und uns selbst das Gefühl schenken: Komme was wolle, ich bin für mich da.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es genau diese liebevolle Art ist, die es möglich macht, selbstsicherer zu werden. Mit der Zeit kann es sogar sein, dass wir uns in Momenten, in denen wir unsicher sind, trotzdem sicher fühlen. In uns und mit uns, weil wir uns selbst beschützen, trösten oder ermuntern, wenn wir unsicher sind.

Möchtest Du mehr über den Mut, Neues zu wagen, erfahren? In Folge 18 meines Podcasts „Die Magie der Seele“ erzähle ich Dir, wie Du auch in der Unsicherheit sicher sein kannst.

Möchtest Du Unsicherheit in Selbstsicherheit verwandeln?

Dafür habe ich Dir einige Affirmationen zusammengestellt:

  • Auch wenn ich unsicher bin, begegne ich mir freundlich.
  • Ich erlaube mir, in meinem Tempo zu wachsen und zu reifen.
  • Ich vertraue meinem Gefühl, auch wenn ich es mir nicht erklären kann.
  • Ich bleibe bei mir, besonders dann, wenn ich innerlich weglaufen möchte.

Ich fasse die Essenz dieses Beitrags noch mal zusammen

Selbstsicherheit bedeutet nicht, frei von Unsicherheit zu sein. Sie wächst dort, wo wir beginnen, uns selbst in unseren Zweifeln liebevoll zu begegnen. Wenn wir verstehen, dass Unsicherheit oft ein Schutz ist, der aus Erfahrungen entstanden ist.

Selbstsicherheit entsteht, wenn wir aufhören, gegen uns zu kämpfen, und anfangen, an unserer Seite zu stehen. In kleinen Schritten. In echtem Mitgefühl. In einer Haltung, die sagt: Ich bin immer und unter allen Umständen für mich da.


Ich wünsche Dir, dass sich die Sicherheit in Dir immer weiter ausdehnt, wie die konzentrischen Wellen auf einem stillen See.

Von Herzen

Deine

P. S. Stell Dir vor, Du hättest jemanden an Deiner Seite, der für Dich da ist und Dich bei dem begleitet, was Du erreichen möchtest. Fühlt sich das gut an?

Dann bin ich für Dich da. Du musst nicht alles alleine machen. Ich schenke Dir ein kostenfreies Seelengespräch. Was hältst Du davon, wenn wir gemeinsam schauen, wie ich Dich unterstützen kann? Über den Button gelangst Du direkt in meinen Kalender und kannst Dir einen passenden Termin auswählen.

Ich freue mich auf das Gespräch mit Dir. 

Möchtest Du wissen, wer hier für Dich schreibt?

Martina Eyth, Mentorin für innere Klarheit

Martina Eyth begleitet seit 2003 Menschen, die viel für andere da sind und sich selbst dabei aus dem Blick verloren haben.

Sie kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung. Lange Zeit war sie mehr im Außen als bei sich selbst, hat funktioniert, sich angepasst und gespürt, dass etwas fehlt, ohne genau sagen zu können, was.

Der Wendepunkt kam, als sie begann, sich selbst wieder wahrzunehmen und sich Schritt für Schritt wieder näherzukommen.

Heute unterstützt sie Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen, wieder bei sich anzukommen und ihren eigenen Weg mit mehr Leichtigkeit und Vertrauen zu gehen.

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Sie unterstützen Dich dabei, Ängste und Selbstzweifel hinter Dir zu lassen. Gleichzeitig helfen sie Dir, Dich selbst besser zu verstehen, Deine Seele deutlicher wahrzunehmen und Verbundenheit zu spüren. 

Als Dankeschön für Dein Vertrauen schenke ich Dir eine 7-teilige E-Mail-Reihe, die auf meinem Buch "50 Perlen für Dich" basiert. Die "Perlen" helfen Dir dabei, mehr Freude und Leichtigkeit zu erleben.

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