Loslassen lernen
Warum es so schwer fällt und was danach möglich wird
Loslassen lernen, klingt das leicht für Dich? Für mich war es das nicht. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was Loslassen wirklich bedeutet.
Mir war auch nicht bewusst, dass ich immer etwas bekomme, wenn ich loslasse. Es fühlt sich an, wie eine Belohnung dafür, dass ich vertraut habe und mutig war.
Um Dir ein Beispiel zu geben, erzähle ich Dir etwas aus meinem Leben. Etwas, das mir richtig schwergefallen ist, loszulassen.
Vielleicht hattest Du auch schon mal dieses innere Wissen, dass etwas dran ist, und gleichzeitig dieses Zögern. Beides gleichzeitig fühlt sich an wie ein inneres Tauziehen.
Loslassen lernen – Das Wichtigste in Kürze
Loslassen lernen beginnt nicht damit, etwas wegmachen zu wollen, wie den Fleck einer Mücke an der Wand. Es beginnt damit, Ja zu sagen. Ja zu dem, was ist. Ja zu dem, was wir fühlen. Ja zu dem, was wir wollen. Dieses Ja verändert etwas in uns. Unser Widerstand beginnt zu bröckeln und genau dadurch kann Loslassen nahezu ohne Kraftaufwand geschehen.
Loslassen ist schwer, weil wir gelernt haben, andere wichtiger zu nehmen als uns selbst. Und weil das Festhalten sich vertrauter anfühlt als das Ungewohnte und Unbekannte.
Loslassen schafft keinen leeren Raum. So, wie Wasser sofort nachfließt, wenn wir einen Stein aus einem Flussbett nehmen, füllt auch das Leben Freiraum, wenn wir etwas loslassen.
Schau Dir gerne das Inhaltsverzeichnis an. Die Überschriften sind klickbar, damit Du direkt zu dem Abschnitt springen kannst, der Dich gerade am meisten interessiert.
Loslassen lernen hat mich zuerst Hilflosigkeit spüren lassen
Loslassen lernen, klingt das leicht für Dich? Für mich war es das nicht. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was Loslassen wirklich bedeutet. Mir war auch nicht bewusst, dass ich immer etwas bekomme, wenn ich loslasse. Vielleicht geht es Dir ähnlich, deshalb erzähle ich Dir etwas aus meinem Leben. Etwas, das mir richtig schwergefallen ist, loszulassen.
Es gab einen Moment in meinem Leben, in dem ich spürte, dass ich etwas loslassen musste. Etwas, das meinem Leben für viele Jahre Sinn gab. Etwas, das mir das Gefühl schenkte: Ich weiß, wofür ich tue was ich tue.
Ich beschreibe Dir, was ich meine. Oliver, mein Mann, und ich arbeiteten damals als Trainer für Konfliktmanagement, Teambildung und Soziales Kompetenztraining in Schulen. Am Wochenende und in den Ferien führten wir Kinder durch die Natur und erlebten spannende Abenteuer, wenn wir als Spinne über den Waldboden robbten, wie Indianer auf Beutezug gingen, den Pfad der Helden erkundeten oder einen Kletterkurs gemeinsam erlebten.
Vielleicht spürst Du es, dass es eine herrlich lebendige Zeit war.
Wir nannten unser Angebot "Wilde Kinder"
Wild bedeutete für uns nicht laut oder ungehobelt. Es bedeutete natürlich, frei, wach, lebendig. Mit echtem Respekt füreinander. Hinter diesem Projekt standen Oliver und ich zu 100 Prozent. Ich liebte diese Arbeit. Ich liebte die Kinder.
Dann irgendwann gab es immer mehr Momente, in denen mir die Eltern auffielen. Sie sahen uns noch lange nach, wenn wir guter Laune in den Wald gingen, um unsere Abenteuer zu erleben.
Auch wenn wir aus dem Wald zurückkamen, die Kinder guter Laune waren und alle von ihren Erlebnissen erzählten, nahm ich etwas in den Eltern wahr, für das ich zuerst keine Worte hatte.
Plötzlich rückten die Erwachsenen in meinen Fokus
Immer öfter kam es vor, dass mir bei der Anmeldung der Kinder die Eltern von ihrem Kummer, ihren Sorgen und auch ihren Nöten erzählten. Auch von ihrer Orientierungslosigkeit, weil sie sich selbst immer mehr aus dem Blick verloren. Ich hörte ihnen zu und mit der Zeit spürte ich es immer deutlicher, dass ich für die großen Kinder, die Erwachsenen, da sein wollte.
Für die, die einen so hohen Anspruch an sich selbst hatten, dass ihnen die Lebensfreude verlorenging. Ich wollte ihnen helfen, auch so glücklich zu sein wie ihre Kinder. Dass sie von ihren eigenen Abenteuern erzählen können und nicht nur wehmütig ihren Kindern zuhören.
Das Problem war, dass ich keine Zeit übrig hatte, die ich für die Erwachsenen reservieren konnte. Ich musste mich entscheiden. Entweder arbeitete ich weiter mit Oliver und den Kindern, oder ich richtete mich neu aus.
Das würde bedeuten, dass ich Oliver mit unserer bisherigen Arbeit allein ließ. Ich wollte ihn nicht allein lassen. Ich wollte unsere Beziehung nicht gefährden. Ich wollte so vieles nicht. Und gleichzeitig wollte ich diesem inneren Ruf folgen.
Ich bin keine Frau der halben Sachen
Ich mag Nägel mit Köpfen. Also bündelte ich meinen Mut und sprach mit Oliver.
Wir weinten beide. Es war schmerzvoll. Wir spürten, dass es richtig war, und hatten Angst vor dem Ungewissen. Wir wussten nicht, wie wir damit umgehen sollten. Es wäre so viel leichter gewesen, einfach weiterzumachen. Aber es wäre nicht ehrlich gewesen.
Ich habe Oliver den Boden unter den Füßen weggerissen. Das war schlimm. Für uns beide. Und es war trotzdem richtig.
Das Loslassen hat nichts zerstört. Es war wie nach einem Waldbrand. Da ist die Natur nach einiger Zeit auch verwandelt und so war es auch mit unserer beruflichen Situation.
Oliver arbeitet bis heute mit Kindern und Jugendlichen
Wir arbeiten bis heute zusammen, mit großer Freude und Leidenschaft. Nur anders als damals.
Vielleicht kennst Du das auch. Dieses innere Wissen, dass etwas dran ist. Und gleichzeitig dieses Zögern, das sich anfühlt, wie das Pendel einer altern Wanduhr, hin und her, hin und her.Was Loslassen wirklich bedeutet
Loslassen wird oft missverstanden. Viele wollen etwas weghaben. Einen Schmerz. Eine Erinnerung. Ein Gefühl, das sich eingenistet hat wie ein Vogel im Nest.
Aber so funktioniert Loslassen nicht.
Loslassen heißt nicht, etwas loszuwerden. Es heißt, etwas anzunehmen.
Den Schmerz anzunehmen, der da ist. Die Wahrheit, die schon lange spürbar ist. Das Gefühl, das Du vielleicht schon eine Weile mit Dir trägst. Wenn Du das annimmst, wirklich annimmst, in der Tiefe dazu „Ja“ sagst und es nicht mehr wegschieben willst, dann geschieht etwas Magisches. Dir wird leichter ums Herz. Und irgendwann ist das, was nicht losgelassen werden konnte, verflogen wie ein Vogel im Herbst.
Loslassen bedeutet auch nicht, dass das, was war, keinen Sinn hatte. Die Arbeit mit den Kindern hatte Sinn. Die gemeinsamen Jahre mit Oliver hatten Sinn. Für mich hieß Loslassen, dass sich dieser Sinn erfüllt hat.
Damals war die zentrale Frage für mich, ob mein Vertrauen in mich und auch in das Leben groß genug war, um weiterzugehen. Auch dann, wenn ich noch keine Klarheit darüber hatte, wohin das Leben mich konkret führt. Ob das, was ich fühle, auch gut wird. Ich musste den ersten Schritt ins Ungewisse wagen, obwohl es weh tat. Auch wenn mir dieser Schritt viel zu groß erschien oder ich mir viel zu klein vorkam.
Manchmal ist Loslassen der mutigste Schritt, den wir gehen können.
Warum Loslassen lernen so schwer fällt
Loslassen ist oft schwer. Deshalb, weil wir uns nach Sicherheit sehnen. Das Bekannte fühlt sich sicher an, selbst dann, wenn es uns einengt und nicht mehr zu uns passt. Hast Du auch schon mal eine Hose getragen, die Dir zu eng war?
Manchmal fällt Loslassen auch deshalb so schwer, weil wir glauben, damit jemandem zu verletzen. Untreu zu werden. Egoistisch zu wirken.
So war es bei mir. Dieses Hin und Her zwischen dem Sehnen was ich spürte, und dem, was ich nicht riskieren wollte. Zwischen meiner zarten Vorfreude auf das Neue und meiner Loyalität Oliver gegenüber.
Es wäre so viel leichter gewesen, einfach weiterzumachen. Aber leichter ist nicht immer ehrlich.
Was in uns passiert, wenn wir loslassen
Wenn wir loslassen,
· atmen wir oft flach
· ziehen sich die Schultern hoch
· spannt sich der Körper an
· kreisen die Gedanken
· sind wir hin- und hergerissen zwischen ich will und ich trau mich nicht
Und dann, wenn das Loslassen geschehen ist, kommt oft nicht sofort Erleichterung. Manchmal kommt zuerst Hilflosigkeit. Ratlosigkeit. Orientierungslosigkeit. Das Gefühl, den Boden unter den Füßen verloren zu haben. Nicht zu wissen, was kommt. Nicht zu wissen, wie es weitergeht.
Das ist kein Zeichen, dass wir falsch entschieden haben. Es ist ein Zeichen, dass wir etwas losgelassen haben, das uns wirklich wichtig war.
Und weil diese Empfindungen so unangenehm sind, tun wir Menschen manchmal Dinge, die wir selbst nicht so gerne mögen. Wir essen mehr als wir wollen. Wir kaufen Dinge, die wir kaum tragen. Wir jammern, lenken uns ab, schauen stundenlang fern.
Wir machen das nicht bewusst, eher aus einem Vermeidungsmechanismus heraus, weil wir nicht fühlen wollen, wie unsicher wir gerade sind. Das ist verständlich, nachvollziehbar und auch irgendwie normal. Es ist, als würden wir eine Schmerztablette nehmen, weil uns unsere Gefühle schmerzen.
Der Freiraum danach
Stell Dir vor, ein Vollernter fährt durch den Wald. Kennst Du diese riesengroßen Maschinen, die Bäume umsägen, als wären sie Streichhölzer. Ich mag diese Dinger nicht. Sie walzen mit einer Brutalität durch die Natur, da ist jeder Käfer, jede Ameise und auch jede Blume platter als platt. Ok, das ist ein brutales Bild.
Ich nehme lieber wieder das Bild vom Stein im Fluss. Wenn Du einen Stein aus dem Flussbett nimmst, bleibt kein leerer Raum zurück. Das Wasser fließt sofort nach. Es ist, als hätte es den Stein nie gegeben.
So ist es auch in unserem Leben. Wenn wir loslassen, entsteht kein Vakuum. Das Leben füllt den Freiraum, ganz von selbst, ob wir es wollen oder nicht. Die Frage ist nur: Womit?
Loslassen ist immer auch ein Neuanfang
Vielleicht füllt das Leben den Freiraum mit dem, wonach Du Dich schon lange sehnst. Mit Momenten, die sich lebendig anfühlen. Mit Menschen, die Dir guttun. Mit dem, was Dir Freude macht.
Oder füllen ihn Gedanken, die sich im Kreis drehen, und Gewohnheiten, die sich vertraut anfühlen, auch wenn sie uns nicht guttun?
Loslassen ist vergleichbar mit einem Anfang. Was danach ins Leben fließt, wählen wir. Bewusst oder unbewusst.
Möchtest Du auch meinen Blogbeitrag lesen: Lebensfreude wiederfinden – Warum sie oft verschwindet und wie Du sie wieder spürst?
Die energetische Ebene
Jeder Mensch hat ein Energiefeld. Es reagiert auf alles, was wir erleben. Auf das, woran wir festhalten. Und auf das, was wir loslassen.
Wenn wir etwas festhalten, das sich nicht mehr richtig anfühlt, binden wir Energie. Ähnlich wie einen Hund, den wir irgendwo anbinden, damit er nicht auf Wanderschaft geht, während wir tun was wir tun wollen.
Wenn unsere Energie gebunden ist, fehlt sie uns an anderer Stelle. Wir fühlen uns schwer, ohne genau sagen zu können, warum. Der Körper ist angespannt. Manchmal werden wir traurig. Fühlen uns allein. Wir fühlen uns nicht so wie wir uns gerne fühlen möchten.
Wenn wir loslassen, löst sich die gebundene Energie. Das Energiefeld weitet sich. Es entsteht eine Leichtigkeit, die sich manchmal schwer in Worte fassen lässt. Wie eine Unbeschwertheit. Oder auch Leichtfüßigkeit. Das geschieht nicht von heute auf morgen, aber nach und nach.
In meinem Podcast habe ich in Folge 48 "So erschaffst Du Frieden" darüber gesprochen, wie Annehmen und innerer Frieden zusammenhängen. Und in
Folge 72 "Druck - So wandelst Du ihn in Frieden und Freiheit um" geht es darum, was entsteht, wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu arbeiten. Vielleicht magst Du mal reinhören.
Schritt für Schritt zurück zu Dir
Möchtest Du wissen, was mir damals geholfen hat, das Gespräch mit Oliver zu führen?
Es war die Erinnerung an alles, was Oliver und ich schon gemeinsam geschafft haben. Das Vertrauen in uns. Und die Erlaubnis, die ich mir selbst gegeben habe. Die Erlaubnis, meinem inneren Ruf zu folgen, auch wenn das für jemanden, den ich liebe, schmerzhaft sein würde.
Diese Erlaubnis ist vielleicht das Wertvollste, was wir uns in so einer Situation selbst schenken können.
Wir haben so viele Verbote gehört. Sätze, die sich tief eingegraben haben, oft ohne dass wir es gemerkt haben. Stell Dich nicht so an. Denk an die anderen. Sei nicht so egoistisch. Und genau diese Sätze machen uns das Leben schwer, wenn wir spüren, dass wir etwas loslassen möchten, das auch mit anderen zu tun hat.
Was Dir helfen kann, leichter loszulassen
· Halte inne und spüre, was Du gerade festhältst, ohne es sofort verändern zu wollen.
· Erinnere Dich daran, was in der Vergangenheit geschehen ist, wenn Du losgelassen hast.
· Besinne Dich darauf, dass Du schon viele Hürden gemeistert hast.
· Gib Dir selbst die Erlaubnis loszulassen, laut ausgesprochen oder schriftlich, als bewussten inneren Akt.
· Bitte eine Person Deines Vertrauens um Unterstützung.
· Such Dir ein Symbol für das Loslassen. Einen Stein oder eine Rose ins Wasser werfen, einen Brief verbrennen, etwas loslassen, das Du buchstäblich in der Hand hältst.
· Überlege Dir, womit Du Dich selbst für das Loslassen belohnst.
Ich fühlte mich damals wie eine Verräterin
Deshalb, weil ich nicht mehr mit dem weitermachen wollte, was Oliver und ich gemeinsam aufgebaut haben. Heute weiß ich, dass Loslassen kein Verrat ist. Wenn wir uns die Erlaubnis geben, loszulassen, ist es eine Facette der Selbstliebe.
Und noch etwas. Wenn wir loslassen und uns dabei erlauben, das Neue ins Leben einzuladen, verändert sich unsere innere Haltung. Wir heißen das Neue Willkommen und die Freude dehnt sich aus.
Ich habe das am eigenen Körper erlebt
Als feststand, dass ich ein künstliches Hüftgelenk brauche, war ich erschüttert. Und doch spürte ich, dass ich ohne die Prothese nicht schmerzfrei leben konnte. Ich hatte es jahrelang probiert. Der Preis war hoch. Schmerzen begleiteten mich auf Schritt und Tritt.
Als ich dann beschloss loszulassen, habe ich die Prothese in meinen Körper eingeladen. Der Heilungsverlauf nach der Operation war so gut, dass sich die Ärzte gewundert haben. Ich mache inzwischen Sport, den niemand für möglich gehalten hat. Und ich bin mir selbst unendlich dankbar, dass ich mich selbst durch die Operation mit einer neuen Lebensqualität beschenkt habe.
Häufige Fragen zum Loslassen lernen
Wie kann man loslassen lernen?
Loslassen lernen beginnt damit, wahrzunehmen, was Du festhältst und warum. Das ist wichtig, um Dich selbst zu verstehen. Oft steckt hinter dem Festhalten ein unerfülltes Bedürfnis oder eine Angst. Wenn Du das erkennst, wird Loslassen leichter. Der erste Schritt ist meist nicht das Loslassen selbst, sondern das Annehmen dessen, was ist.
Warum ist Loslassen so schwer?
Weil wir Menschen uns nach Sicherheit sehnen. Das Bekannte fühlt sich sicher an, selbst wenn es uns nicht mehr guttut. Loslassen heißt, dem Leben oder den Umständen neu zu begegnen, ohne zu wissen, was uns erwartet. Das braucht Vertrauen. In Dich selbst. Und in das Leben.
Was passiert, wenn man nicht loslassen kann?
Dann bleibt Energie gebunden. An Menschen, Situationen, Vorstellungen, die nicht mehr zu uns passen. Das kostet Kraft, oft ohne dass wir es merken. Viele spüren es als Erschöpfung, als innere Enge, als das Gefühl, festzukleben wie in Kleister und nicht vorwärts zu kommen. Nicht loslassen zu können ist ein innerer Ruf nach Aufmerksamkeit.
Wie merke ich, dass ich etwas loslassen sollte?
Oft zeigt es sich im Körper. Wir atmen flach. Die Schultern sind hochgezogen. Die Gedanken kreisen. Und da ist diese innere Anspannung, obwohl im Außen eigentlich alles in Ordnung ist. Wir spüren es oft schon lange, wenn etwas losgelassen werden darf. Die Frage ist, ob wir bereit sind, dem Aufmerksamkeit zu schenken, was wir spüren.
Kommt Dir das Folgende bekannt vor? Du hast eine Verabredung, auf die Du Dich eigentlich freuen solltest. Aber wenn Du daran denkst, zieht sich etwas in Dir zusammen. Du beschäftigst Dich, um Dich abzulenken und suchst gleichzeitig nach Gründen, den Termin zu verschieben. Dein Körper weiß schon längst, was Dein Kopf noch nicht wahrhaben will.
Was bedeutet es, loslassen zu können?
Loslassen können bedeutet, dass wir aufhören, gegen unsere Wahrnehmung anzukämpfen. Wir sagen „Ja“ zu dem, was in uns ist. Zu dem Neuen, das entstehen möchte und dem wir vertrauen dürfen. Loslassen können ist ein Neuanfang. Und da das Leben es gut mit uns meint, wird etwas besser, als es vorher war.
Ein nächster Schritt
Wenn Dich dieser Beitrag berührt, dann vielleicht weil Du weißt, wovon ich schreibe.
Vielleicht gibt es etwas in Deinem Leben, das Deine Aufmerksamkeit haben möchte. Ein Ruf, dem Du noch nicht gefolgt bist. Eine Wahrheit, die Du noch nicht ausgesprochen hast.
Ich habe eine E-Mail-Reihe zusammengestellt, bei der es um die Wahrnehmung geht. Denn Loslassen beginnt damit, wahrzunehmen was ist. Weißt Du, dass Deine Wahrnehmung ein wertvoller innerer Wegweiser ist, der Dich sicher durch Dein Leben führen kann?
Und wenn Du spürst, dass innere Unruhe auch ein Thema für Dich ist, dann findest Du hier noch einen Beitrag, der Dir Klarheit und Verständnis schenken kann: Innerlich unruhig – wie Du wieder zur Ruhe kommst
Ich fasse das Wichtigste noch mal zusammen
Loslassen lernen beginnt nicht damit, etwas wegmachen zu wollen. Es beginnt damit, „Ja“ zu sagen. Zu dem, was ist. Zu dem, was Du fühlst. Zu dem, was Du möchtest.
Was nach dem Loslassen kommt, ist nicht immer leicht. Hilflosigkeit, Ratlosigkeit, Orientierungslosigkeit können sich zeigen. Sie gehören dazu. Sie sind kein Zeichen dafür, dass Du falsch entschieden hast. Du kannst es Dir vorstellen wie das Gefühl, zum ersten Mal in einer unbekannten Stadt zu sein.
Loslassen schafft Raum. Und das Leben füllt ihn.
Manchmal, wie in meiner Geschichte mit Oliver und in der Geschichte mit meiner Hüfte, bedeutet Loslassen keinen Verlust. Es ist wie nach einem Waldbrand. Die Natur verwandelt sich. Und was danach entsteht, ist oft reicher als das, was vorher war.
Genau diese Erfahrungen wünsche ich Dir, dass Dein vertrauensvolles Loslassen beschenkt wird und Du ganz schnell spürst, dass es gut und richtig war.
Von Herzen
Deine

P.S. Wenn Du Deiner Wahrnehmung mehr vertrauen möchtest, um zu spüren, was losgelassen werden darf und was nach wie vor zu Dir passt, dann nimm gerne mein Geschenk an.

