Portrait von Martina Eyth mit Hinweis auf ihren Podcast „Die Magie der Seele“ und den Blog „Der Zauber des Lebens“

Unbeschwertheit, hol sie Dir zurück

Damit sich Dein Leben wieder leichter anfühlt

Hättest Du mir vor 30 Jahren gesagt, dass ich mal einen Beitrag zum Thema "Unbeschwertheit" schreiben würde, hätte ich vermutlich geguckt wie eine Kuh, wenn es donnert. Damals hatte ich das Gefühl, ein schweres Leben zu haben. Ich war oft krank, ständig überfordert und habe mich zurückgezogen, weil ich den Glaubenssatz in mir getragen habe, dass ich nicht richtig und nicht gut genug bin.

Ahnst Du, wie ich mich gefühlt habe?

Inzwischen ist viel Zeit vergangen und mein Leben hat sich komplett gewandelt. Aus der Raupe ist ein Schmetterling geworden. Aus dem alten Glaubenssatz ist die innere Überzeugung entstanden, dass ich in jedem Moment mein Bestes gebe. Ich habe aufgehört, ständig an mir herumzukritisieren, und gehe so mit mir um, als wäre ich mir selbst die beste Freundin.

Wie ich mehr und mehr in diese unbeschwerte Haltung hineingewachsen bin, das beschreibe ich Dir in den folgenden Zeilen. Vielleicht ist das eine oder andere auch für Dich hilfreich.

Unbeschwertheit – Das Wichtigste in Kürze

Unbeschwertheit ist kein Zustand, den wir erreichen, wenn das Leben einfacher wird. Sie ist eine innere Haltung, die wir lernen können. Schritt für Schritt und auch mitten im Alltag.

Unbeschwertheit geht uns oft verloren, weil wir gelernt haben, andere wichtiger zu nehmen als uns selbst. Der Weg zurück beginnt nicht mit großen Veränderungen, sondern damit, dass Du Dir bewusst bist, was Du tust und wozu Du es tust.

In diesem Beitrag erfährst Du, was Unbeschwertheit wirklich bedeutet, wodurch sie uns abhanden kommt und wie wir uns frei, fröhlich und unbeschwert fühlen können.

Schau Dir gerne das Inhaltsverzeichnis an. Die Überschriften sind klickbar, damit Du direkt zu dem Abschnitt springen kannst, der Dich gerade am meisten anspricht.

Was Unbeschwertheit wirklich bedeutet

Erinnerst Du Dich, wie es war, als Du ein Kind warst? Vielleicht bist Du einfach losgerannt, ohne zu wissen, wohin. Hast gelacht, ohne einen Grund dafür zu brauchen. Hast damit begonnen, etwas zu tun, ohne zu wissen, was es wird.

In diesen Momenten warst Du unbeschwert. Du hast Dich von Deinen Impulsen führen lassen und getan, was Du tun wolltest. Diese unbeschwerte Zeit kennen die meisten von uns, auch wenn sie manchmal weit weg erscheint.

Kinder fragen nicht, ob sie unbeschwert sein dürfen. Sie sind es einfach.

Irgendwann ändert sich das. Dann, wenn die Erwartungen wachsen und die Verantwortung größer wird. Wir lernen zu funktionieren, uns anzupassen, andere nicht zu enttäuschen. Und dabei gerät etwas in den Hintergrund. Die Unbeschwertheit.

Viele Menschen sehnen sich deshalb danach, wieder mit der Unbeschwertheit eines Kindes durchs Leben zu gehen. Das ist verständlich. Es ist auch möglich.

Möchtest Du unbeschwerter leben? Bist Du bereit, dafür auch etwas zu tun?

Unbeschwertheit ist viel mehr als eine Kindheitserinnerung. Sie ist eine innere Haltung, die dadurch entsteht, dass wir aufhören, uns das Leben schwer zu machen.

Aber warum fällt es uns als Erwachsene so schwer, diese Haltung zu leben?

Wodurch uns die Unbeschwertheit abhanden kommt

Es passiert selten von heute auf morgen. Die Unbeschwertheit verabschiedet sich meistens langsam. So, dass wir es lange Zeit gar nicht bemerken.

Irgendwann ist der Alltag einfach voll. Die Aufgaben mehr als wir bewältigen können. Die Erwartungen von uns selbst und auch von anderen größer. Und dann tun wir unbewusst das, was wir eigentlich gar nicht wollen, wir funktionieren. Das machen wir nicht absichtlich, es ergibt sich einfach so.


Machst Du Dir auch diesen Druck?

Für viele Menschen, die ich begleite, beginnt es damit, dass sie die Bedürfnisse anderer wichtiger nehmen als ihre eigenen. Sie sind fürsorglich, zuverlässig, immer da. Das sind wunderbare Eigenschaften. Und gleichzeitig haben sie einen hohen Preis. Denn wer immer nur gibt, vergisst sich selbst dabei.

Dazu kommen die Sätze, die wir irgendwann gehört und verinnerlicht haben. Hast Du Dir diese Sätze auch schon mehrfach gesagt?

Stell Dich nicht so an. 

Sei nicht so empfindlich. 

Denk an die anderen.

Diese Sätze legen sich wie eine unsichtbare Last auf unsere Schultern. Und wir tragen sie, oft ohne es zu merken.

Das Ergebnis spüren wir irgendwann am eigenen Körper, wenn sich das Leben schwer anfühlt. Dann schauen wir sehnsuchtsvoll auf die Kinder, die aus dem Moment heraus tanzen, lachen und ihre ganz eigenen Abenteuer erleben.

Die gute Nachricht ist, dass Deine Unbeschwertheit auch heute noch da ist. Sie ist vergleichbar mit einem Kleidungsstück, das ganz hinten in einer Ecke Deines Schrankes liegt. Du brauchst sie nur wieder zu entdecken.

In meinem Podcast spreche ich in Folge 48 "So erschaffst Du Frieden" darüber, wie Annehmen und innerer Frieden zusammenhängen. Vielleicht magst Du mal reinhören.

So habe ich gelernt, unbeschwert zu leben

Manchmal zeigt sich Unbeschwertheit nicht in großen Momenten. Manchmal zeigt sie sich in ganz Alltäglichem. Zum Beispiel beim Hausbau.

Wir wollten ein Haus bauen und um Kosten zu sparen, vieles selbst machen. Das haben wir auch. Und entgegen meiner früheren Haltung bin ich offen an jede Aufgabe herangegangen.

Dann kam der Moment, in dem es darum ging, die Trennwände mit Glasfaserwolle zu füllen. Kennst Du das Gefühl, wenn sich winzige Glasfaserteilchen durch die Luft bewegen und nach und nach Dein ganzer Körper juckt? Zu dieser Arbeit hatte niemand Lust.

Also machte ich es selbst

Weil ich nicht wollte, dass unsere Bauhelfer diese Aufgabe übernehmen mussten, habe ich es einfach selbst gemacht. Ich zog mir zwei Hoodies übereinander an, setzte die Kapuze auf, zog eine Jogginghose meines Mannes über meine Arbeitsjeans, vermummte mein Gesicht so, dass nur noch die Augen rausschauten, setzte eine Schutzbrille auf und zog mir lange Arbeitshandschuhe an. Und ich machte mir schwungvolle Musik an.

Dann ging ich an die Arbeit. Immer wenn jemand an mir vorbeiging, spürte ich eine Welle der Freude wegen meines Aussehens. Und Mitgefühl für die Arbeit, die ich da machte.

Ich war unbeschwert unterwegs. Ich hatte gut für mich gesorgt, damit diese kleinen fiesen Teilchen keine Chance hatten, mich zu nerven. Und gleichzeitig war ich guter Laune.

Mit Unbeschwertheit durchs Leben zu gehen bedeutet nicht, immer nur das zu machen, was angenehm ist. Es ist die Art, wie wir machen, was wir machen.

Zurück zu einem unbeschwerten Leben

Unbeschwertheit lässt sich nicht erzwingen, aber sie lässt sich einladen. Mit kleinen Momenten, die Du Dir selbst schenkst.

Nimm Dir Zeit für Dich. Dafür, Dich und auch das, was Dich umgibt, zu spüren. Höre nicht nur die Vögel zwitschern, sondern nimm Dir Zeit zu fühlen, wie das Zwitschern auf Dich wirkt. Wie fühlt es sich an?

Wenn Du magst, setze Dich mal für eine Weile auf eine Bank beim Spielplatz. Beobachte die Kinder. Schau ihnen zu. Schau sie an. Was fühlst Du, wenn Du sie beobachtest? So unbeschwert sein wie sie — das ist möglich. Nicht als Kind, sondern als der Mensch, der Du heute bist.

Geh doch mal spazieren, ohne die Strecke vorher festzulegen 

Oder gehe auch mal abseits der Wege. Einfach querfeldein. Unbeschwert ins Leben gehen beginnt oft mit genau solchen kleinen Momenten.

Und dann gibt es noch etwas, das ich Dir besonders ans Herz legen möchte. Schreibe Dir selbst eine E-Mail. Eine liebevolle oder lustige Nachricht an Dich, die Du in der Zukunft lesen wirst. Das klingt ungewöhnlich? Genau darum geht es. Du wirst vergessen, dass Du Dir die E-Mail geschrieben hast und Dich dadurch selbst überraschen.

Koche etwas, das Du als Kind geliebt hast. Nicht weil es gesund ist oder schnell geht, sondern weil es Dir gut geschmeckt hat und Du Dir eine Freude machen möchtest.

Erlaube Dir, ein paar Minuten nichts zu tun 

Ich meine nicht als Belohnung für etwas, das Du gemacht hast, sondern einfach so. Weil Du es wert bist.

All diese Dinge wirken klein. Und das sind sie auch. Aber genau darin liegt das Besondere. Es reichen schon kleine Dinge, um Unbeschwertheit in Dein Leben einzuladen.

Unbeschwertheit braucht keine großen Momente, keine Trommelwirbel. Sie braucht lediglich ein bisschen Zeit und Deine Aufmerksamkeit.

In meinem Podcast spreche ich in Folge 28 darüber, wie mehr Freude ins Leben kommen kann. Vielleicht hast Du Lust, mal reinzuhören.

Häufige Fragen zur Unbeschwertheit

Was bedeutet Unbeschwertheit? 

Unbeschwertheit bedeutet, dem Leben mit einer inneren Leichtigkeit zu begegnen. Die Umstände und Situationen nicht grundsätzlich als schwer einzuordnen.

Unbeschwertheit ist ein Gefühl von Freiheit und Weite, das von innen kommt.

Ist Unbeschwertheit dasselbe wie Sorglosigkeit?

Nicht ganz. Sorglosigkeit kann wohltuend sein, wenn sie aus innerer Ruhe und Vertrauen entsteht. Aus dem Gefühl heraus, ich habe getan, was mir möglich war, und jetzt darf es gut sein.

Problematisch wird sie nur, wenn sie bedeutet, wegzuschauen oder Verantwortung zu meiden. Unbeschwertheit entsteht nicht aus Verdrängung, sondern aus der inneren Haltung, hinzuschauen und trotzdem leicht zu bleiben.

Was ist ein unbeschwerter Mensch?

Ein unbeschwerter Mensch ist jemand, der gelernt hat, mit sich selbst freundlich und wohlwollend umzugehen. Er weiß, dass er der wichtigste Mensch in seinem Leben ist, und gut mit sich selbst umgehen muss. Das ist unerlässlich, damit er alles bewältigen und meistern kann, was das Leben ihm bietet und was er sich selbst vornimmt.

Ist Unbeschwertheit etwas Gutes?

Ja. Wer unbeschwert durchs Leben geht, ist auch bei anderen Menschen gerne gesehen. Meistens jedenfalls. Nur die, die meinen, dass sie vom Leben benachteiligt werden, für die ist ein unbeschwerter Mensch möglicherweise eine Provokation.

Unbeschwertheit kann ansteckend wirken. Sie schafft eine Atmosphäre, in der andere aufatmen und zur Ruhe kommen.

Was ist ein Beispiel für Unbeschwertheit? 

Du sitzt im Stau und weißt, dass Du zu spät kommst. Du hast alles probiert, eine andere Route gesucht, eine kurze Nachricht geschickt. Jetzt lehnst Du Dich zurück, machst Musik an und nimmst den Moment so, wie er ist.

Das ist Unbeschwertheit. Einer unangenehmen Situation in dem Bewusstsein zu begegnen, dass Du alles getan hast, was Dir möglich war, nun lässt Du los und gibst Dich hin.

Ein nächster Schritt

Wenn Dich dieser Beitrag berührt hat, dann vielleicht, weil Du weißt, wovon ich schreibe.

Seit über 20 Jahren begleite ich Menschen dabei, sich selbst wieder näherzukommen. Ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn das Leben schwer ist. Und ich weiß, dass es leichter werden kann.

Genau dafür habe ich die Sieben Perlen zusammengestellt. Sie basieren auf meinem Buch "50 Perlen für Dich". Wenn Du magst, schenke ich sie Dir.

Wenn Du spürst, dass das Thema Lebensfreude auch ein Thema für Dich ist, dann findest Du hier einen Beitrag, der Dir Klarheit schenken kann: Lebensfreude wiederfinden – Warum sie oft verschwindet und wie Du sie wieder spürst.

Ich fasse das Wichtigste noch mal zusammen

Unbeschwertheit ist kein Zustand, den wir erreichen, wenn das Leben einfacher wird. Sie ist eine innere Haltung, die wir lernen können. Schritt für Schritt und auch mitten im Alltag.

Sie geht uns oft verloren, weil wir gelernt haben, andere wichtiger zu nehmen als uns selbst. Weil wir funktionieren, uns anpassen und dabei vergessen, dass auch wir Aufmerksamkeit und Zuwendung brauchen.

Aber sie ist nicht verschwunden. Sie wartet, wie ein Kleidungsstück, das ganz hinten im Schrank liegt. Du brauchst sie nur wieder zu entdecken.

Mit Unbeschwertheit durchs Leben zu gehen bedeutet nicht, immer nur das zu machen, was angenehm ist. Das Wesentliche ist die Art, wie wir machen, was wir machen.

Spürst Du das Sehnen, wieder ein bisschen mehr so zu leben wie ein Kind, unbeschwert und abenteuerlustig? Du brauchst es Dir nur zu erlauben, Deine Gummistiefel anzuziehen und durch einen Bach zu laufen.


Von Herzen

Deine

P.S. Wenn Du nach dem Lesen dieses Beitrags spürst, dass Du Dir selbst wieder ein bisschen näher sein möchtest, Dir selbst mehr Aufmerksamkeit schenken möchtest, dann habe ich etwas für Dich. Ein Geschenk. Eine E-Mail-Reihe mit sieben kurzen, persönlichen Texten, die Dich auf sanfte Weise dabei begleiten, wieder mehr bei Dir anzukommen.

Möchtest Du wissen, wer hier für Dich schreibt?

Dein Glücksbringer - Der Onlinekurs für mehr Selbstliebe

Martina Eyth begleitet seit 2003 Menschen, die viel für andere da sind und sich selbst dabei aus dem Blick verloren haben.

Sie kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung. Lange Zeit war sie mehr im Außen als bei sich selbst, hat funktioniert, sich angepasst und gespürt, dass etwas fehlt – ohne genau sagen zu können, was.

Der Wendepunkt kam, als sie begann, sich selbst wieder wahrzunehmen und sich Schritt für Schritt wieder näherzukommen.

Heute unterstützt sie Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen, wieder bei sich anzukommen und ihren eigenen Weg mit mehr Leichtigkeit und Vertrauen zu gehen.

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