Portrait von Martina Eyth mit Hinweis auf ihren Podcast „Die Magie der Seele“ und den Blog „Der Zauber des Lebens“

Sich selbst treu bleiben 

 Was das wirklich bedeutet.

Mir selbst treu zu bleiben war für mich so, als würde ich vor einer Tür stehen, zu der mir der Schlüssel fehlte.

Das Thema „Sich selbst treu bleiben" fühlte sich gut an, aber ich hatte keine Ahnung, wie es mir gelingen könnte.

Was ich seitdem erkannt und gelernt habe, teile ich in diesem Beitrag gerne mit Dir.

Sich selbst treu bleiben - Das Wichtigste in Kürze

Sich selbst treu zu bleiben hat nichts damit zu tun, immer stark zu sein. Es bedeutet, die eigenen Werte zu kennen und nach ihnen zu handeln. Auch dann, wenn es uns schwer fällt.

Manchmal verlieren wir uns selbst vor lauter Ja-Sagen und Anpassen aus dem Blick. Das ist menschlich.

Dieser Beitrag macht für Dich fühlbar, was Du davon hast, Dir selbst treu zu sein und warum es sich lohnt. Selbst dann, wenn es Dir manchmal schwer fallen sollte.

Schau Dir gerne das Inhaltsverzeichnis an. Die Überschriften sind klickbar, damit Du direkt zu dem Abschnitt springen kannst, der Dich gerade am meisten anspricht.

Eine Situation von damals

Ich saß da mit Herzklopfen. Vor mir die Buchungsanfrage eines Mitarbeiters. Er wollte eine Flugklasse, die ihm nicht zustand. Ich verstand seinen Wunsch. Und trotzdem wollte ich mich an die Regeln halten. Es war Vorschrift, also sagte ich „Es tut mir leid, es geht nicht."

Damals arbeitete ich fast 15 Jahre lang in einem großen Konzern. Ich managte Privat- und Dienstreisen. Die Arbeit hat mir Freude gemacht. Aber es gab Situationen, die mich herausforderten. Und diese hier war eine davon.



Zuverlässigkeit und Korrektheit waren mir wichtig. Das Resultat: Ich wurde gemobbt. Bestimmt ahnst Du, dass ich viele Tränen weinte, bis ich mich entschloss, meinen Job zu kündigen. Ich konnte nicht anders handeln.

Heute, viele Jahre später, wenn ich an diese Zeit denke, spüre ich etwas, das mich selbst überrascht hat: tiefe Dankbarkeit. Denn ich musste diesen Job verlassen, um das tun zu können, was ich heute mache. Und das, was ich heute mache, erfüllt mich auf noch tiefere Weise.

Was bedeutet es, sich selbst treu zu bleiben?

Sich selbst treu zu bleiben hat nicht mit Sturheit zu tun und auch nichts damit, auf Biegen und Brechen den eigenen Kopf durchzusetzen.

Es bedeutet, die eigenen Werte zu kennen und nach ihnen zu handeln. Auch dann, wenn es unbequem wird. Auch dann, wenn andere es nicht verstehen. Sogar dann, wenn andere etwas anderes wollen.

In meiner Geschichte war es Korrektheit. Bei Dir ist es vielleicht etwas anderes. Vielleicht ist es Ehrlichkeit. Vielleicht Mitgefühl. Vielleicht die Überzeugung, dass Du das, was Du tust, mit ganzem Herzen tust. Und dass Du auch dann Deinen Werten treu bist, wenn niemand zuschaut.

Sich selbst treu zu bleiben beginnt damit, zu wissen, was Du willst. Was Dir wichtig ist. Was Du nicht machen willst, auch wenn Du es könntest.

Woran merkst Du, dass Du Dir nicht mehr treu bist?

Es gibt vermutlich immer wieder mal Momente, in denen wir uns selbst ein bisschen aus dem Blick verlieren. Manchmal merken wir es gar nicht sofort.

Wir sagen Ja, obwohl wir Nein meinen. Wir passen uns an, weil es in dem Moment einfacher ist. Wir tun etwas, das sich nicht richtig anfühlt und reden uns ein, dass dieses eine Mal ja nicht so schlimm ist.

Und irgendwann sind wir vor lauter Kompromissen und Zugeständnissen so verwirrt, dass wir nicht mehr wissen, was wir wirklich wollen.

Wenn wir an diesem Punkt angekommen sind, ist das ein Hinweis, uns wieder mehr mit uns selbst zu beschäftigen. Wenn wir uns wieder uns selbst zuwenden, dann fühlen wir, wann wir auf dem richtigen Weg sind und wann nicht. Sind wir es nicht, dann zeigt sich ein unangenehmes Gefühl, das mit einem kratzigen Pullover vergleichbar ist.

Warum ist es manchmal schwer, sich selbst treu zu bleiben?

Weil wir Teil einer Gesellschaft sind und in einer Welt leben, die viele Erwartungen an uns hat.

Familie, Beruf, Freundschaften. Überall gibt es Menschen, die Wünsche haben oder möchten, dass wir ihre Bedürfnisse stillen. Und weil wir fürsorgliche Menschen sind, geben wir gerne. Wir helfen gerne. Wir möchten niemanden enttäuschen. Auch niemanden verletzen.

Für andere da zu sein, ist ein Ausdruck unserer Liebe. Du gibst auch gerne für andere da, stimmt's?

Aber irgendwann kann es passieren, dass wir so sehr auf die Bedürfnisse anderer achten, dass wir unsere eigenen aus dem Blick verlieren. Dass wir so sehr damit beschäftigt sind, für andere da zu sein, dass wir vergessen, auch für uns selbst da zu sein.

Und dann wird das Ja-Sagen zur Gewohnheit. Auch dann, wenn ein Nein die ehrlichere Antwort wäre.

Wenn Dich das Thema Grenzen setzen beschäftigt, findest Du hier einen Beitrag, der Dich vielleicht begleitet: Grenzen setzen. Wie geht das eigentlich?

Was passiert, wenn Du Dir selbst treu bleibst?

Manchmal müssen wir unsere eigenen Grenzen überwinden, wenn wir uns selbst treu bleiben wollen.

Und gleichzeitig passiert etwas, das im ersten Moment unsichtbar ist, aber fühlbar. Etwas, das sich erst mit der Zeit zeigt. So, wie bei mir, als aus einer momentanen inneren Engstelle eine neue Weite entstanden ist.

Nachdem ich den Schritt gewagt hatte, der sich zuerst so schwer angefühlt hat, hat sich mein Leben verändert. Die damalige Situation war wie ein emotionales Update und dadurch mein Leben noch passender für mich.


Wenn wir uns selbst treu sind, spüren wir mehr Frieden in uns

Das äußert sich beispielsweise dadurch, dass wir ruhiger schlafen. Es entspannt, wenn wir wissen und spüren, dass wir so gehandelt haben, wie es sich für uns richtig anfühlt.

Spürst Du es, dass die Treue zu uns auch unser Vertrauen in uns selbst ausdehnt? Wir spüren, dass wir gut auf uns aufpassen und gut für uns sorgen. Wir begegnen uns selbst mütterlich.

Wie kannst Du Dir selbst treu bleiben?

Würdest Du auch sagen, dass wir nur jemandem treu sein können und möchten, den wir kennen? Deshalb ist es wichtig, dass wir uns selbst gut kennen. Dass wir wissen, was wir brauchen, was wir mögen und nicht mögen. Mit der Zeit lernen wir uns selbst immer besser kennen, und es fällt uns leichter, uns selbst treu zu sein.

Das Gefühl, dass wir (im übertragenen Sinn) für uns selbst durchs Feuer gehen würden, ist ein deutliches Zeichen dafür, uns selbst treu zu sein.


Möchtest Du die Treue zu Dir selbst ausdehnen?

Dann können die folgenden Fragen hilfreich für Dich sein:

  • Was brauche ich? 
  • Wie fühle ich mich?
  • Was würde mir gut tun?
  • Will ich das wirklich?

Es kann sein, dass es manchmal eine Weile dauert, bis Du die Antwort spürst. Das liegt daran, dass Gedanken oft schneller sind als Gefühle. Weißt Du, dass wir nicht gleichzeitig denken und fühlen können? Das bedeutet, dass wir innehalten und nach innen lauschen müssen, um zu spüren, was wirklich in uns ist.

Uns selbst treu zu bleiben ist übrigens keine Entscheidung, die wir ein Mal für die Ewigkeit treffen. Das Leben lädt uns dazu immer wieder ein.

Häufige Fragen rund um "Sich selbst treu bleiben"

Was bedeutet es, sich selbst treu zu bleiben?

Es bedeutet, die eigenen Werte zu kennen und nach ihnen zu handeln. Auch dann, wenn es unbequem wird. Sogar dann, wenn andere etwas anderes von uns erwarten. Sich selbst treu zu bleiben ist kein Egoismus. Es ist eine tiefe Verbindung zu uns selbst und zu dem, was uns wirklich wichtig ist.

Ein Beispiel: Du bist in einer Besprechung und alle sind einer Meinung. Du siehst es anders. Sich selbst treu zu bleiben bedeutet, Deine Sichtweise zu teilen, auch wenn Du der einzige Mensch im Raum bist, der so denkt. Vielleicht fühlen sich die anderen durch Deinen Blickwinkel sogar bereichert. Das erfährst Du nur, wenn Du teilst, was in Dir ist.

Warum fällt es mir so schwer, mir selbst treu zu bleiben?

Weil wir in einer Welt leben, in der viele Erwartungen an uns gestellt werden. Wir möchten niemanden enttäuschen, niemanden verletzen. Das ist ein Ausdruck unserer Herzlichkeit. Und gleichzeitig kann es passieren, dass wir dabei uns selbst aus dem Blick verlieren.

Ein Beispiel: Eine Freundin bittet Dich um Hilfe, obwohl Du selbst gerade erschöpft bist. Du sagst Ja, weil Du sie nicht enttäuschen möchtest. Und danach fühlst Du Dich noch leerer als vorher.

Wie bleibe ich mir treu, ohne egoistisch zu wirken?

Sich selbst treu zu bleiben ist kein Egoismus. Es ist Selbstliebe, gepaart mit Fürsorge. Wer gut für sich sorgt, wer weiß, was er braucht und danach handelt, kann auch für andere da sein. Mit Liebe und Freude.

Ein Beispiel: Du lehnst eine Einladung ab, weil Du weißt, dass Du an diesem Abend Ruhe brauchst. Das ist Fürsorge für Dich selbst. Und vielleicht kannst Du am nächsten Tag erholt und entspannt wieder für andere da sein.

Darf ich meinen eigenen Weg gehen, auch wenn andere ihn nicht verstehen?

Ja. Nicht jeder wird verstehen, warum Du tust, was Du tust oder entscheidest, was Du entscheidest. Das muss er auch nicht. Was zählt, ist, dass Du Dich verstehst. Und dass sich für Dich richtig anfühlt, was Du vorhast.

Ein Beispiel: Du entscheidest Dich, einen sicheren Job aufzugeben, um etwas zu tun, das Dich wirklich erfüllt. Viele in Deinem Umfeld verstehen das nicht. Aber Du weißt, dass es Dein Weg ist. Und dieses Wissen gibt Dir die Kraft, Dein Vorhaben umzusetzen.

Ein nächster Schritt

Vielleicht hast Du beim Lesen gespürt, dass Dich dieses Thema berührt. Dass da etwas in Dir ist, das sich nach mehr Treue zu Dir selbst sehnt.

Wenn Du tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, lade ich Dich herzlich ein, Dich für meine E-Mail-Reihe „Wahrnehmung ist mehr als ein Gefühl" einzutragen. In sieben persönlichen Mails begleite ich Dich dabei, Dich selbst besser kennenzulernen und Deiner inneren Stimme wieder mehr zu vertrauen.

Ich fasse das Wichtigste noch einmal zusammen

Uns selbst treu zu bleiben beginnt damit, uns selbst zu kennen und zu spüren, was uns wichtig ist. Was sich richtig anfühlt. Und was nicht.

Das Leben lädt uns immer wieder dazu ein, uns dafür zu entscheiden, uns selbst treu zu sein.

Manchmal müssen wir uns selbst überwinden. So wie ich in meiner Geschichte, die ich Dir beschrieben habe. Und manchmal öffnet sich durch die Treue zu uns selbst eine Tür, die vorher nicht sichtbar war.

Wenn Du mehr darüber lesen möchtest, wie Loslassen sich anfühlt und was es Dir bringen kann, findest Du hier einen passenden Beitrag dazu: Loslassen lernen

Ich wünsche Dir, dass Du Dir selbst immer mehr vertraust. Und dass Du den Mut hast, Dir treu zu bleiben. Auch dann, wenn es schwer ist.

Die Treue zu Dir selbst ist vielleicht der schönste Liebesbeweis, den Du Dir schenken kannst.


Von Herzen

Deine

P.S. Sehr gerne schenke ich Dir meine E-Mail-Reihe „Wahrnehmung ist mehr als ein Gefühl". Sieben persönliche Mails, die Dich dabei begleiten, Dich selbst besser kennenzulernen und Deiner inneren Stimme wieder mehr zu vertrauen.

Möchtest Du wissen, wer hier für Dich schreibt?

Dein Glücksbringer - Der Onlinekurs für mehr Selbstliebe

Martina Eyth begleitet seit 2003 Menschen, die viel für andere da sind und sich selbst dabei aus dem Blick verloren haben.

Sie kennt diesen Weg aus eigener Erfahrung. Lange Zeit war sie mehr im Außen als bei sich selbst, hat funktioniert, sich angepasst und gespürt, dass etwas fehlt – ohne genau sagen zu können, was.

Der Wendepunkt kam, als sie begann, sich selbst wieder wahrzunehmen und sich Schritt für Schritt wieder näherzukommen.

Heute unterstützt sie Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen, wieder bei sich anzukommen und ihren eigenen Weg mit mehr Leichtigkeit und Vertrauen zu gehen.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Kennst Du schon die kostenfreien Seelenbriefe?

Sie unterstützen Dich dabei, Ängste und Selbstzweifel hinter Dir zu lassen. Gleichzeitig helfen sie Dir, Dich selbst besser zu verstehen, Deine Seele deutlicher wahrzunehmen und Verbundenheit zu spüren. 

Als Dankeschön für Dein Vertrauen schenke ich Dir eine 7-teilige E-Mail-reihe, die auf meinem Buch "50 Perlen für Dich" basiert. Die "Perlen" helfen Dir dabei, mehr Freude und Leichtigkeit zu erleben.

>
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner